Bewerben mit KI

Bewerben mit KI: Was heute funktioniert und was nicht

Zwischen AI und Vorstellungsgespräch: Wie künstliche Intelligenz die Stellensuche verändert


Autor: Marketing chancen.schaffen

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Marketing, chancen.schaffen


Noch vor wenigen Jahren war das Schreiben einer Bewerbung ein vollständig manueller Prozess. Heute nutzen viele Stellensuchende KI-Tools wie ChatGPT, Copilot oder Gemini, um Lebensläufe zu optimieren, Motivationsschreiben zu erstellen oder sich auf Interviews vorzubereiten.

Doch wie sinnvoll ist das wirklich? Wo hilft KI … und wo schadet sie sogar? Aktuelle Schweizer Studien zeigen ein klares Bild: KI ist im Bewerbungsprozess angekommen, aber sie ersetzt keine persönliche Geschichte.

Eine aktuelle Untersuchung der Arbeitsmarktbeobachtung (AMOSA), veröffentlicht in der Volkswirtschaft, zeigt: Rund zwei Drittel der Stellensuchenden nutzen bereits künstliche Intelligenz im Bewerbungsprozess. Unternehmen setzen KI im Recruiting hingegen deutlich weniger ein.

Bewerbende verwenden KI vor allem, um das Motivationsschreiben entsprechend zu gestalten oder den Lebenslauf zu optimieren. Weniger gebraucht wird sie für die Stellensuche oder die Vorbereitung für Bewerbungsgespräche. Unternehmen nutzen KI eher in frühen, unterstützenden Prozessschritten. Die Studie zeigt zudem, dass der persönliche Eindruck für Arbeitgeber zentral bleibt.

Viele Personalverantwortliche berichten zunehmend von ähnlichen Bewerbungen. Texte wirken professionell, aber austauschbar. Gemäss der AMOSA-Studie erkennen Unternehmen immer häufiger standardisierte KI-Texte, die wenig über Persönlichkeit oder Motivation aussagen. Typische Probleme sind z.B. der fehlende Bezug zum Unternehmen, eine unklare persönliche Motivation oder teilweise sogar ungenaue oder erfundene Inhalte.

Eine weitere Studie zeigt: KI wird akzeptiert, aber nicht als Ersatz für Persönlichkeit.

Die Talent Trends Switzerland 2026 der PageGroup, veröffentlicht im Organisator, zeigen, dass 86 % der Stellensuchenden KI nutzen, aber nur 39 % der Arbeitgeber KI-unterstützte Bewerbungen klar bevorzugen.

Das führt dazu, dass Recruiter nicht mehr die «Standard-Fähigkeiten» beurteilen, sondern Skills, die die künstliche Intelligenz nicht aufzeigen kann. So stehen Urteilsvermögen, Kommunikations- und Entscheidungsfähigkeiten im Vordergrund. Dieser Fokus Shift bringt die Arbeitgeber mehr auf die eigentlichen Kompetenzen zu zielen als die Abschlüsse, welche eine Person mit sich bringt.

Zusammenfassend können wir sagen, dass künstliche Intelligenz den Bewerbungsprozess verändert. Sie hilft Zeit zu sparen, Texte zu verbessern und Bewerbungen strukturierter zu gestalten. Den entscheidenden Unterschied machen jedoch weiterhin wir Menschen.

Denn eingeladen wird nicht die KI, sondern die Person dahinter.

Stelleninserat

  • «Analysiere dieses Stelleninserat. Welche 5 wichtigsten Anforderungen werden genannt? Welche Kompetenzen sollte ich im Lebenslauf hervorheben?»

Lebenslauf

  • «Verbessere meinen Lebenslauftext sprachlich. Mache ihn klarer, professioneller und stärker auf die Stelle bzw. auf den Beruf ausgerichtet. Behalte meine Inhalte bei.»

Motivationsschreiben

  • «Erstelle mir eine Struktur für ein Motivationsschreiben für die Stelle als [Beruf] bei [Unternehmen]. Ich möchte meine Erfahrung in [Bereich] betonen. Gib mir auch 2 mögliche Einstiegsvarianten.»